Leo Lebendig feiert 80. Geburtstag im „Paradies“

Mit einem beeindruckenden Fest in seinem „Paradies“ in Dortmund-Asseln hat Lichtkünstler Leo Lebendig, langjähriges INTR°A-Mitglied und Projektpreisträger 2012, kürzlich seinen 80. Geburtstag gefeiert. Auf dem Fest erwiesen viele Gäste dem besonderen Menschen und Künstler Leo Lebendig ihre Referenz und dankten ihm für seine kreativen Beiträge insbesondere für die interreligiöse Verständigung. Nach einem kunstvollen Geläut von Fahrradglocken vor der Tennentür des liebevoll gestalteten Künstlerhauses zog die Gäste, zu denen auch INTR°A-Mitglieder aus den Niederlanden zählten, insbesondere die lebhafte Rezitation von Liebesgedichten von Heinrich Heine in ihren Bann. Dazu war der langjährige Freund und Weggefährte Franz-Josef Knipschild, Schauspieler aus Meschede, extra aus Berlin angereist. Abgerundet wurde die gelungene Veranstaltung, zu der Leo Lebendig zusammen mit seiner Frau Birgit eingeladen hatte, durch exzellente Speisen, die Sohn Till, Freestyle Cook aus Berlin, den Gästen kredenzte.

Zu seiner außergewöhnlichen Vita schreibt der Künstler selbst auf seiner aktuellen Homepage: „Leo Lebendig wurde am 12. August 1939 als Hans Jürgen Troegel neunzehn Tage vor Beginn des 2. Weltkrieges im damaligen „Deutschen Reich“ in Arnsberg geboren. Nach Ende des Krieges, dem Besuch der Volksschule in Arnsberg und dem Abitur in Neheim Hüsten studierte er an der Pädagogischen Akademie Dortmund und an der Staatlichen Werkkunstschule Saarbrücken. Dort vertiefte er sich bei Prof. Oskar Holweck in die Gesetze der Gestaltung nach den Lehren der „Grundlehre“ des Weimarer Bauhauses.

In Dortmund arbeitete er von 1963 bis 1994 als Kunstpädagoge im Staatsdienst und engagierte sich zeitgleich in der Freien Szene Dortmunds der 70er Jahre als Bildender Künstler unter dem Motto Joseph Beuys: “Jeder Mensch ist Künstler“.

Das soziokulturelle Zentrum „Nachbarschaftshaus Wambel“, heute als Kulturzentrum „balou“ über Dortmund hinaus bekannt, dankt dieser Zeit und der Freundschaft des Malers Troegel mit dem damaligen Journalisten Klaus Commer seine heutige Existenz.

Anfang 1986 empfing der Maler Hans Jürgen Troegel in der „Phase der Krankheit“ am Ende einer halbjährigen Mal-Serie mit dem Titel „Körperbilder“ seinen Künstler-Namen Leo Lebendig.

Fortan wurde die „Seele“ als Ausdruck des Lebendigen Sujet der Gestaltung und damit künstlerisches Lebensprogramm.

Zum bevorzugten Medium seiner künstlerischen Aussage entwickelte sich ab 2000 das Licht. In seiner farbigen Erscheinung nutzt Leo Lebendig die Licht-Kunst als irdischen „Energietransmitter“ einer geistigen Welt.

Er schöpft unter dem Aspekt einer ganzheitlichen Wissenschaft ebenso aus der „Farbenlehre“ Johann Wolfgang von Goethes (1810) wie aus den Erkenntnissen zur „Geisteswissenschaft“ Rudolf Steiners (1910). Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Über das Geistige in der Kunst“ Wassily Kandinkys von 1911 begleitet ihn seit dem Beginn seiner künstlerischen Auseinandersetzung.

Seit der Jahrtausendwende inszeniert Leo Lebendig als “LichtMaler“ und Konzeptkünstler in Kooperation mit Städten, Gemeinden und Institutionen Lichtinstallationen an sakralen und profanen öffentlichen Orten im In- und Ausland, jetzt unter dem Motto “Jeder Mensch ist heilig“.

Die aktive Beteiligung der Mitmenschen jeder Couleur und Altersstufe ist jetzt immanentes Prinzip der Gestaltung, die das traditionell „Schöne“ der Ästhetik mit dem aktuell „Guten“ der gesellschaftlichen Wirklichkeit zu verbinden sucht. „Initiatorische Kunst“ nennt Leo Lebendig diese Kunst – Richtung.

Das TWINS2010 Projekt FRIEDENSLICHT DER RELIGIONEN der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 ist ein Meilenstein auf diesem Weg.

Weitere Informationen zu früheren und aktuellen Projekten von Leo Lebendig s.
Link zur aktuellen Homepage von Leo Lebendig

Das nächste große Projekt von Leo Lebendig ist der Friedensgang der Religionen unter dem Motto „Frieden der Schöpfung“ am 2. Oktober 2019 ab 17:15 Uhr im Westfalenpark in Dortmund.

Achim Riggert