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Über uns

Wer wir sind

Wir sind eine Vereinigung und ein Netzwerk von Menschen unterschiedlicher religiöser Zugehörigkeit und verschiedener Profession (Pädagog*innen, Religionswissen­schaftler*innen, Theolog*innen u.a.) in Deutschland und darüber hinaus, die sich dem Gedanken der Komplementarität der Religionen verpflichtet fühlen und für einen interreligiösen Dialog auf Augenhöhe, im Geist gegenseitiger Wertschätzung eintreten.

Hier können Sie mehr über unsere Geschichte seit 1990, die Gründer und Mitglieder erfahren.

Was wir wollen

Angesichts zunehmender religiöser Pluralität und den sich daraus ergebenden Problemen und Chancen wollen wir die Begegnung und den Austausch zwischen Menschen verschiedener Religionen und Glaubensweisen fördern. Dabei ist es unser Ziel, das gegenseitige Verstehen zu verbessern, Kooperationen für ein friedlicheres und gerechteres Zusammenleben voranzubringen und zur Wahrung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in den Religionen und in der Gesellschaft beizutragen. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Bereich Bildung und Schule, in dem wir die Kenntnis verschiedener Religionen und die Kompetenz zum Dialog durch Transfer zwischen Theorie und Praxis intensiv fördern wollen.

Was wir tun und anbieten

Leitlinien

Der Gedanke von Toleranz und Versöhnung soll umfassend gefördert werden. Angesichts der Tatsache, dass unsere Welt durch mannigfaltige tödliche Bedrohungen herausgefordert wird, ist die Begegnung von Menschen verschiedener religiöser Traditionen ein „Muss“, gerade um Zukunft verantwortlich mitzugestalten.

Als Motto gilt dabei das Wort eines der Mitbegründer von INTR°A, des im November 2006 verstorbenen Dortmunder Theologen und Religionswissenschaftlers Paul Schwarzenau:

„Alle Religionen bedürfen einander, nicht nur in ihren Gemeinsamkeiten, sondern gerade auch in ihren Unterschieden, durch die sie einander ergänzen. Wir sollen in der eigenen Religion daheim und in der anderen Gäste sein, Gäste, nicht Fremde“.

Bei INTR°A steht deshalb der Gedanke im Zentrum, dass die Religionen komplementär sind, das heißt sich gegenseitig ergänzen, obwohl sie zum Teil sehr unterschiedlich und gegensätzlich erscheinen. Dieser Gedanke drückt sich sowohl in der wissenschaftlichen Arbeit wie in den praktischen Begegnungen und der Unterstützung interreligiöser Projekte aus: Gegenseitiges Verständnis und harmonisches Zusammenleben können nur auf einer Basis realisiert werden, in der der „Andere“ als sinnvoll und notwendig für die eigene Identität und Authentizität angesehen wird.

INTR°A hat für das interreligiöse Gesamtkonzept mehrfach überarbeitete Leitlinien entwickelt, die für die Arbeit wesentlich sind. Sie zeigen große Nähe zu religionspluralistischen Theologien.

  1. Dialog kann nur sinnvoll zwischen gleichwertigen Partnerinnen und Partnern geschehen.
  2. Absolutheitsansprüche einzelner Religionen (wie auch des Christentums) können sich nur auf die Verbindlichkeit des eigenen Glaubens beziehen. Das erlaubt kein noch so verdecktes inklusives Denken, das die anderen religiösen Traditionen in irgendeiner Form als minderwertig einstuft. Es erlaubt aber auch kein inklusives Vereinnahmen („anonyme“ Christen, Buddhisten, Muslime usw.).
  3. Das Missionsverständnis (besonders des christlichen Glaubens) ist im Sinne eines persönlichen Zeugnisses und Engagements zu interpretieren, ohne dabei die anderen zur eigenen Glaubensweise bekehren zu wollen.
  4. Die verschiedenen Religionen drücken nicht endgültige Wahrheit aus. Sie sind sprachliche, rituelle und spirituelle Annäherungen an das Transzendente. Ihre Aussagen sind vorläufig und bleiben revisionsbedürftig.
  5. Religionen sind eingebunden in vielfältige Kulturen und differierende Denkweisen. Sie sind darum als unterschiedliche Wege zum Heil zu verstehen.
  6. In einer globalisierten Welt kann keine Religion mehr für sich leben, sondern nur in Beziehung mit anderen. Interreligiöse Begegnung ist darum Herausforderung und Bereicherung zugleich, m.a.W. die anderen religiösen Anschauungen sind notwendig im Sinne der Komplementarität als ergänzendes Verstehen durch den Anderen.

Satzung der Interreligiösen Arbeitsstelle (INTR°A)

 

Short English version

About us

Who we are

We are an association and network of people of different religious affiliations and different professions (educators, religious scientists, theologians, etc.) in Germany and beyond, who are committed to the idea of complementarity between religions and who advocate interreligious dialogue at eye level, in a spirit of mutual esteem.

What we want

In view of increasing religious plurality and the resulting problems and opportunities, we want to promote encounters and exchanges between people of different religions and beliefs. It is our aim to improve mutual understanding, to promote cooperation for a more peaceful and just coexistence and to contribute to the protection of human rights, democracy and the rule of law in religions and society. A special focus of our work is the area of education and schools, in which we want to intensively promote the knowledge of different religions and the competence for dialogue through transfer between theory and practice.

What we do and offer

 

 

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