Bedeutender Religionstheologe und Ökumeniker Ulrich Winkler gestorben

280
katholisch. de (Bild: privat)

Der katholische Dogmatiker, Religionstheologe und Ökumeniker Ulrich Winkler (Salzburg) ist am 27.01.2021 viel zu früh verstorben. Er hat sich große Verdienste um eine Erneuerung des Verhältnisses zwischen Christen und Juden und eine neujustierte Zuordnung des jüdisch-christlichen Dialogs zum übergreifenden Dialog der Religionen erworben. Ebenso hat er sich als Religionstheologe darum bemüht, Brücken zwischen dem klassischen Ansatz der „Theologie der Religionen“ und dem neueren Ansatz der „Komparativen Theologie“ zu bauen.

Katholisch.de (https://www.katholisch.de/artikel/28521-salzburger-dogmatiker-ulrich-winkler-gestorben) schreibt zum Tod von Winkler:

„Der Salzburger Dogmatiker Ulrich Winkler ist tot. Wie katholisch.de am Donnerstag vom Theologischen Studienjahr Jerusalem erfuhr, starb Winkler im Alter von 59 Jahren am Mittwoch nach schwerer Krankheit. Der Professor für Systematische Theologie war von 2016 bis 2019 Studiendekan des Jerusalemer Studienjahrs und Inhaber des damit verbundenen Laurentius-Klein-Lehrstuhls. Er hinterlässt eine Frau und zwei Töchter. Winkler sei ein „Gelehrter und echter Gott- und Menschensucher“ gewesen, würdigte sein Weggefährte, der Jerusalemer Benediktiner Nikodemus Schnabel, den Verstorbenen.

Winkler studierte Fachtheologie und Religionspädagogik in Linz, Jerusalem und Salzburg mit weiteren Gaststudien in Tübingen und München. Im Jahr 1995 schloss er seine Promotion in Dogmatik mit „summa cum laude“ ab. Als Inhaber des außerordentlichen Universitätslehrstuhls für Systematik leitete Winkler ab 2010 das Zentrum Theologie Interkulturell sowie das Studium der Religionen in Salzburg. Weitere Lehraufenthalte führten ihn an das Zentrum für Weltreligionen in Harvard.

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten Winklers gehörte neben der interkulturellen Theologie vor allem die Ökumene und die Theologie der Religionen. Das christliche Verhältnis zum Judentum war ihm ein besonderes Anliegen. Er engagierte sich als Mitglied in zahlreichen Vereinigungen für eine anderen Weltanschauungen gegenüber aufgeschlossene Theologie. In der von ihm 1997 begründeten „Salzburger Theologischen Zeitschrift“ setzte er immer wieder neue systematische Impulse. (vjm)“