INTR°A-Projektpreis 2023 an das Haus der Kulturen und Religionen München verliehen

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M.Mertek (Vorstand INTR°A, Joachim Schnittke (Vorstand HdKRM), M. Farsi (Leitung College), M.Rötting (Vorstand HdKRM), A. Riggert (Vors. INTR°A) - v.l. nach r.

Pressemitteilung

Die Interreligiöse Arbeitsstelle (INTR°A), Schwerte hat am Samstag, den 28.10.2023 im Rahmen ihrer Jahrestagung in der Melchanthon-Akademie in Köln ihren diesjährigen Projektpreis für Komplementarität der Religionen an das innovative Projekt

Haus der Kulturen und Religionen München (HdKRM) 

verliehen. Das Projekt sei wegweisend für Dialog und Verständigung und könne zum Vorbild für weitere Projekte dieser Art in Deutschland und Europa werden, sagte der Vorsitzende der Interreligiösen Arbeitstelle Pfr. Achim Riggert in seiner Laudatio. Das Projekt zeichne sich, wie Riggert weiter auführte, durch seinen besonderen, integrativen Ansatz aus: Es sei aus dem gelebten Dialog in der Großstadt München, als eine „Graswurzelbewegung für den Dialog“, die einen „Lern-, Lebens- und Begegnungsort“ schaffen wolle, wo Lebenslernen, praktischer Dialog und wissenschaftliche Reflexion miteinander verbunden werden.

Zur weiteren Begründung der Auszeichung verwies der Laudator auch auf eine Aussage von Bundespräsident Steinmeier aus dem letzten Jahr zum Konzept eines Hauses der Religionen: „Ein Haus der Religionen ist ein Symbol für ein vielfältiges, ein offenes, ein tolerantes Deutschland. Es strahlt über die eigene Stadt hinaus, denn es spiegelt eine religiöse Vielfalt wider, wie wir sie nicht nur in den großen Städten in Deutschland finden, sondern längst auch im ländlicheren Raum. Ein solches Haus zeigt, dass ein ‚Wir‘ entstehen kann, in dem der einzelne eben nicht sein ‚Ich‘ aufgeben muss. Und diese Erfahrung ist wichtig – für die gesamte Demokratie.“ Den gesamten Wortlaut der Laudatio s. hier .

Der Preis wurde von einer vierköpfigen Delegation aus München im Empfang genommen, die wichtige Funktionen im Projekt innehaben: Prof. Dr. Martin Rötting (Vorstand), seine Frau Orinta Rötting (Öffentlichkeitsarbeit), Melanie Farsi (Leiterin des Interreligious College) und Joachim Schnittke (Buddhistischer Vertreter im Vorstand). Sie stellten den Teilnehmern der Tagung das beeindruckende Projekt noch einmal ausführlich vor. (Die Präsentation s. hier). Alle Anwesenden waren sich darin einig, dass die gegenwärtige Weltlage solche Verständigungs- und Diaologprojekte wie das Haus der Kulturen und Religionen München umso dringlicher machen.

Der INTR°A-Projektpreis wird seit Anfang der 2000er Jahre jährlich an innovative Projekte im In- und Ausland verliehen und ist Dank der Stiftung „Apfelbaum“ mit 5000 € dotiert.

Die Interreligiöse Arbeitsstelle INTR°A e.V. mit jetzigem Sitz in Schwerte bei Dortmund wurde bereits Anfang der 1990er Jahre von Pionieren des interreligiösen Dialogs, interreligiöser Theologie und Pädagogik begründet. Der Verein widmet sich seitdem auf Tagungen und durch andere Aktivitäten der Förderung eines interreligiösen Dialogs auf Augenhöhe und einer dementsprechender Bildung (näheres s. www.interrel.de).

Schwerte im Oktober 2023