Seit den 1980er Jahren sind über 100.000 Hindus nach Deutschland migriert – viele
von ihnen aus Sri Lanka, aber auch aus Indien, Nepal und weiteren Ländern Südasiens.
Während die ersten Tempel hierzulande überwiegend von tamilischen Hindus gegründet
wurden, hat sich das religiöse Leben mittlerweile vielfältig ausdifferenziert. Heute
prägen über 50 Tempel das Bild des Hinduismus in Deutschland.
Die Religionswissenschaftlerin Dr. Sandhya Küsters gab in ihrem Vortrag, den das Ev. Erwachsenen- und Familienbildungswerk (eEFB) in Dortmund in Kooperation mit uns geplant hat, eine Einführung in zentrale hinduistische Gottesvorstellungen und Gottesbilder. Sie beleuchtete dabei die Vielfalt hinduistischer Traditionen ebenso wie ihre heutige Praxis im deutschen Kontext. Besonderes Augenmerk lag auf Fragen der Migration, der religiösen Identität und der Bedeutung von Tempeln als Orte spirituellen und sozialen Lebens.
Am 06.03.2026 wurde die Veranstaltung mit einem Besuch des neuen Hindutempel in Schwerte, der 2024 eröffnet wurde, fortgesetzt. Auf dem Programm stand eine Tempelführung, ein Gespräch mit dem Priester und Gemeindemitgliedern (mit Imbiss) und der Besuch einer Puja (Gottesdienst bzw. Götterverehrung). Der Vorsitzende der Gemeinde und seine Frau sowie der junge Priester der Gemeinde gaben den Teilnehmern einen beeindruckenden Einblick in den Tempel mit seinen zahlreichen Altären und Statuen. Ein eindrücklicher Besuch, der zu Vertiefung und Wiederholung einlud!
Referentin (Teil 1): Sandhya Dr. Küsters (Religionswissenschaftlerin, Trainerin für Transkulturelle Kompetenzen, Ethnologin)
Leitung: Achim Riggert (Pfarrer, Vorsitzender von INTR°A),
Saida Aderras (Islam- und Religionswissenschaftlerin, Studienleiterin eEFB)
Ansprechpersonen:
Saida Aderras 0231/5409-15
Achim Riggert
0170 3417026; info@interrel.de




