Papst Franziskus im Irak – Interreligiöser Brückenbauer und Beter

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Neben den zahlreichen Negativ-Schlagzeilen, die die katholische Kirche und der Vatikan derzeit machen, gibt es auch Lichtblicke:

Nach langer, coronabedingter Pause ist Papst Franziskus im März diesen Jahres wieder auf Reisen gewesen: Als erster Papst besuchte er in einer historisch zu nennenden Mission den Irak, das Herkunftsland von Abraham, dem gemeinsamen Stammvater von Juden, Christen und Moslems. Dabei verstand er sich vor allem als „Büßer“ und möglicher „Versöhner“, der in dem von religiösen und ethnischen Konflikten schwer gebeutelten Land ein Zeichen des Friedens setzten möchte.

Bei einem interreligiösen Treffen in Ur, wo Abraham gelebt hat, hielt er eine beeindruckende Rede, die die Einheit, Zusammengehörigkeit und gegenseitige Angewiesenheit von Juden, Christen und Moslems betont. Diese Einheit und gegenseitige Anerkennung wird seines Erachtens dadurch möglich, dass alle zusammen wie Abraham in den Himmel schauen und wie er die „Andersheit“ Gottes erfassen, der sie an ihre anderen Nächsten und damit vor allem auch aneinander verweist.

Nach seiner Rede sprachen die anwesenden Vertreter der drei Religionen ein gemeinsames Gebet, das erneut ihre Einheit hervorhebt. Ein genuin interreligiöses Gebet, gemeinsam gesprochen! Ein Anstoß zu mehr Mut zur Gemeinsamkeit auch im Beten – gerade in schwierigen Zeiten!

Den Wortlaut der Rede von Franziskus und des gemeinsamen Gebetes finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Papstbesuch im Irak s. tagesschau.de