Festival Musica Sacra International wird mit INTR°A-Projektpreis 2022 ausgezeichnet

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Festival Musica Sacra International 2021

Verleihung des INTR°A-Projektpreises 2022 an das „Festival Musica Sacra International“ 

Pressemitteilung 

Die Interreligiöse Arbeitsstelle (INTR°A) verleiht am Samstag, den 19.11.2022 im Rahmen ihrer Jahrestagung in der Melchanthon-Akademie in Köln ihren diesjährigen Projektpreis für Komplementarität der Religionen an das renommierte

Interreligiöse „Festival Musica Sacra International“

Das im Allgäu in Marktoberdorf angesiedelte „Festival Musica Sacra International“ wurde 1992 begründet und hat seitdem Pionierarbeit auf dem Gebiet interreligiöser Musik geleistet. Das beispielgebende Projekt verfolgte damit von Anfang an das Ziel, angesichts u.a. von religiösen Extremismen mitverursachten gesellschaftlichen und politischen Konflikten zum Dialog und friedlichen Zusammenleben der Religionen beizutragen. Im Zentrum des im zweijährigen Turnus stattfindenenden Festivals stehen Konzerte mit Ensembles unterschiedlicher religiöser und kultureller Herkunft, begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm.

Bischöfin i.R. Bärbel Wartenberg-Potter hat als Schirmherrin eines der Festivals einmal gesagt: „Die Musik wird zu einer kraftvollen Botschafterin des Friedens. Sie befähigt Menschen zu dem, was sie zu Menschen macht: zu Empathie, zu Mitgefühl. Gegen Hassworte und Unverständnis in den Religionen, ja gegen fanatische Taten (..)“.

Die Jury ist zu der Überzeugung gelangt, dass „Musica Sacra International“ in diesem Sinne bereits über lange Jahre einen wertvollen Beitrag zum Frieden geleistet hat und zeichnet das Festival deshalb gerade in diesem Jahr 2022 mit dem INTR°A-Projektpreis aus.

Der INTR°A-Projektpreis wird seit Anfang der 2000er Jahre jährlich verliehen und ist Dank der Stiftung „Apfelbaum“ mit 5.000 € dotiert. Die Auszeichnung wurde in den vergangenen Jahren nicht nur an deutsche und deutschsprachige Pioniere und Pionierprojekte interreligiöser Verständigung, sondern auch an Projekte in Indien, den Niederlanden, Israel und Schweden verliehen. Der Preisträger des vergangenen Jahres ist der renommierte Indienexperte, Kulturvermittler und Dialogiker Dr. Martin Kämpchen.

Die Interreligiöse Arbeitsstelle INTR°A mit Sitz in Schwerte bei Dortmund wurde bereits Anfang der 1990er Jahre von Pionieren des interreligiösen Dialogs und interreligiöser Theologie und Pädagogik begründet. Sie widmet sich seitdem auf Tagungen, in Veröffentlichungen und durch anderen Aktivitäten der Förderung eines interreligiösen Dialogs auf Augenhöhe und dementsprechender Bildung (näheres s. www.interrel.de).

Schwerte im November 2022