INTR°A im Gespräch mit Werner Heidenreich

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Bild: M. Mertek
Den Geist des Hasses und der Intoleranz überwinden
Spirituelle und pädagogische Ansätze in buddhistischer Perspektive
Montag, 22. Februar, 17:30 – 19:00 Uhr (Digital per ZOOM)

Wir erleben gegenwärtig, dass bestimmte hasserfüllte und gewaltbereite Mentalitäten sich verstärkt breit machen. Dazu gehört u.a. national-egoistisches Denken, Irrationalismus wie bei den Corona-Leugnern und QAnon-Anhängern, Rassismus, fundamentalistische Intoleranz und Antisemitismus.

Diese aggressiven und menschenverachtenden Einstellungen belasten nicht nur das gesellschaftliche Klima, sondern beeinflussen auch Kinder und Jugendliche. Daher wird es immer mehr zu einer zentralen pädagogischen Herausforderung solchen Einstellungen auch in unseren Schulen etwas entgegenzusetzen. Die Aufgabe besteht darin, Schülerinnen und Schülern dabei zu helfen, sich dagegen zu wehren und eine tolerante und empathische Haltung einzunehmen.

Bei unserem ersten Treffen der neuen Reihe „INTR°A im Gespräch“ wollten wir über dieses Thema ins Gespräch kommen. Dabei sollte es vor allem um die Frage gehen, mit welchen pädagogischen und spirituellen Mitteln wir Alternativen aufzeigen können und welchen Beitrag dazu religiöse Traditionen leisten können. Diese Traditionen sind einerseits ein Teil des Problems, andererseits bieten sie Ressourcen für Lösungsansätze. Wie können diese im Rahmen einer interreligiös und pluralistisch angelegten Religionspädagogik fruchtbar gemacht werden?

Werner Heidenreich hat dazu aus buddhistischer Perspektive ein Impulsreferat halten. Ebenso berichtete er über aktuelle pädagogische Ansätze, Schülerinnen und Schülern heute soziale Kompetenz, Empathie und Achtsamkeit zu vermitteln und ihnen eine respektvolle und tolerante Haltung nahezubringen.

*Werner Heidenreich, geb. 1957 in Köln, engagiert sich seit vielen Jahren in zahlreichen interreligiösen Gesprächskreisen und Foren für den Dialog der Religionen, u.a. bei INTR°A. In der „Internationalen Friedensschule“ in Köln unterrichtet er seit 2008 im Fach Religion Buddhismus. Werner Heidenreich ist Mitglied des internationalen Laienordens „Intersein“, gegründet von dem buddhistischen Meister Thich Nhat Hanh. Er leitet Gruppen und Seminare und hält Vorträge zu den Themen Buddhismus, Achtsamkeit, Meditation und Achtsamkeit in Kommunikation und Schule.