Weltreligionen – Arbeitsbücher für die Sekundarstufe II von Werner Trutwin

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Werner Trutwin, Arbeitsbuch Hinduismus

Der profilierte katholische Religionspädagoge und Theologe Werner Trutwin (1929-2019) hat sich über Jahrzehnte um die Implementierung und inhaltliche Gestaltung des interreligiösen Dialogs in der Schule verdient gemacht (Eine eingehende Würdigung seines Wirkens von „Christ in der Gegenwart“, wo er auch viele Beiträge veröffentlicht hat, finden Sie hier: Würdigung W. Trutwin Christ in der Gegenwart). Er hat u.a. seit den 1990er Jahren eine Serie von Arbeitsbüchern zu den Weltreligionen (Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus und Christentum) herausgebracht, die er vor 10 Jahren noch einmal neu bearbeitet hat (s. exemplarisch das Arbeitsbuch zum Hinduismus in der Abbildung) und die nach wie vor Maßstäbe setzen.

Der ehemalige Koordinator von INTR°A und religionspädagogische Experte Dr. Reinhard Kirste schreibt in seinem Blog treffend zu diesen Arbeitsbüchern:

„Nach Anregungen für die unterrichtliche Arbeit folgen sog. Annäherungen, das heißt Besonderheiten der jeweiligen Religion – gerade im Blick auf ihr Selbstverständnis. Dann geht es weiter in die Geschichte, die heiligen Schriften werden vorgestellt, Gottesbilder bzw. das Transzendenzverständnis kommt zur Sprache, anthropologische Präzisierungen, Ethik und Moral, Bräuche, Riten, und Feste. Es werden immer Glaubensschwerpunkte besonders herausgestellt. An wichtigen Persönlichkeiten in Vergangenheit und Gegenwart kommen wirkungsgeschichtliche Weichenstellungen ins und religiöse Veränderungen innerhalb der Religion ins Blickfeld. Die Verbindungen zu den kulturellen Vorgegebenheiten und Korrelationen im Blick auf Geografie, Architektur, Kunst, Poesie usw. zeigen die vielen Gesichter der jeweiligen Religion. Mystische Dimensionen und politische Realisierungen, gegenwärtige Probleme und die Begegnung mit anderen Religionen finden schließlich im Heft auch noch Platz.
Trotz dieser eingängigen Grundstruktur geht Trutwin auch christlich-vorurteilsbedingten Vereinfachungen aus dem Wege und eröffnet – verbunden mit zusätzlichen Hinweisen und Arbeitsaufgaben – einen eigenständigen und differenzierten Zugang zu der behandelten Religion. Er verfällt dabei auch nicht einer religionskundlichen „Objektivität“, sondern übt eine von Sympathie für die anderen Religionen getragene Darstellung.“
Diese Einschätzung Kirstes und weitere Informationen zu Trutwin und seinen Arbeitsbüchern finden Sie auf dem Blog von Reinhard Kirste hier: Blog Kirste: Infos zu Arbeitsbüchern Werner Trutwin